Alan Jefferys Match 2016

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Die Pilgrims gewinnen das AJM – na und?

Ja, Heligoland Pilgrims haben das renommierte AJM gewonnen. Zum ersten Mal. Vor den Augen des berühmten australischen Cricketspielers Alan Jefferys persönlich. Im schönen Jenischpark. An einem sonnigen Sonntag, 10. Juli 2016. Gegen starke THCC Barbarians. Nein, das muß gestrichen werden, sie waren nicht so richtig stark. Mit 18 Runs. Dennoch schien niemand wirklich daran interessiert zu sein. Immerhin ist das Alan Jefferys Match eher eine Cricket Demonstration als ein Wettstreit. Zwei Mannschaften begeisterter Cricketspieler freuen sich, ihren Sport zu treiben vor nichtsahnenden Zuschauern, einige aus der Nachbarschaft, einige von weit her aus Indien. Alle tragen etwas bei, keiner beschwert sich. Ganz im wahren Geist des Cricktsports.

Worauf es wirklich ankam, war die wunderbare Atmosphäre der Veranstaltung. So beschrieb ein kundiger Novize bei AJM seine Eindrücke am Tag danach: „Was für ein schöner Tag im Jenischpark! Die schöne Umgebung, das tolle Wetter, die nette Gesellschaft und ein Spiel, das richtig Spaß machte. Ich habe das sehr genossen. Heute kommt die Quittung in Form von starkem Muskelkater, aber was soll’s. Der Körper verlangt seinen Tribut. Ist so im Alter.

Und man kann annehmen, daß alle das so empfanden – abgesehen von den Jugendlichen, deren Muskeln wohl nur stärker geworden sind. Natürlich ist die Kulisse zwischen dem herrschaftlichen Anwesen und dem vielbefahrenen Fluß unter einem blauen Himmel einmalig. Und die Pilgrims bringen allen erdenklichen Stil mit auf den Platz. Ihre eleganten Blazer und die mehr oder weniger dazu passenden neuen Mützen dienen nur dazu, ihre sportliche Haltung zu unterstreichen. Sie vertrauen auch auf ihren großzügigen Sponsor, ERDINGER, der wieder einmal ausreichende Mengen an alkoholfreiem Bier geliefert hatte. Die beiden Kapitäne dehnten sogar das Spiel von 21 auf 25 Overs aus und gaben so allen eine Chance, ihre Fähigkeiten zu zeigen, Anfängern ebenso wie Altgedienten. Und so spielte sich das Cricket ab:

Barbarian Kapitän Björn gewann das Los und entschied, daß die Pilgrims schlagen sollten. Eröffnungsspieler Daniel und Andrew legten einen guten Start vor und versuchten nach Kräften, die jungen Bowler Luke und Till zu ermüden. Dann erhöhten Mark B. (33*) und Jon (16*) die Schlagzahl. Plötzlich schien sich das Blatt zu wenden: Till gelang es, Jürgen mit seinen großen Schlägen und Cam, den Kapitän der Pilgrims, im selben Over auszubowlen. Katja hielt ordentlich das Wicket für die Barbarians. Tina (15) gelang es ruhig, die Wogen zu glätten; aber dann schlug Jeff zurück, nahm noch 2 Wickets und bewirkte ein spektakuläres Run-Out im Alleingang. Rupert zeigte einen guten Catch. Steve erlebte eine überraschende Begnadigung nach seinem ersten Ball durch Björn, der keinen Appeal einlegte als eine Duck Steves Wicket bedrohte. Star der Pilgrims war gewiß Mark R. (48*), der am unteren Ender der Schlagmänner die höchste Punktzahl des Tages erzielte. Mit 157 für 8 hofften die Pilgrims einen Punktestand erreicht zu haben, der verteidigt werden konnte.

Der Durchgang der Barbarians war etwas davon beeinträchtigt, daß sie nur 9 Spieler waren, einschließlich Saieds Freund Matthias, der sich spontan bereiterklärt hatte, sein erstes Cricketspiel als Ersatzspieler zu bestreiten. Eigentlich hatte der Vizepräsident der Pilgrims für diesen mangelnden Nachschub an Spielern verursacht; er hatte heimlich dafür gesorgt, daß einer der besten THCC-Schlagmänner zum Schiedsrichtern nach Göttingen geschickt worden war. Trotzdem ließ keiner der Barbarians ihren Kapitän im Stich, die meisten von ihnen erreichten zweistellige Punktzahlen. Die Bowler der Pilgrims hielten sie aber in Schach, in ganz besonderem Maße Cam, der 4 für 11 erzielte. Daniel hielt 2 Bälle hinter dem Wicket in seinem ersten Spiel für die Pilgrims. Saied (38) ragte in der Aufstellung der Barbarians-Schlagmänner als bester Mann hervor. Aber als dieser gefährliche Angreifer von Bianca beseitigt worden war, konnten weder Aswin (14*) noch Björn (16*), umgeben von der einfallsreichen “Vertrauenskreis”-Feld-Strategie der Pilgrims, die verbleibende Lücke zum Ziel schließen. Allerdings waren 139 Runs auf dem unbeständigen Pitch ein ehrenwertes Ergebnis.

Alan Jefferys führte  meisterhaft die Schiedsrichter an und zeichnete Mark R. als Spieler des Tages aus.. Anne Jefferys überreichte den Pilgrims einen wunderschönen, handgemachten Wimpel mit ihrem Vereinswappen, den sie vielleicht auf eine Reise nach Barbados mitnehmen werden. Das anschließende Grillen gab allen die Gelegenheit, sich zu erholen, ERDINGER nachzufüllen und sich über die Magie des Cricket auszutauschen. Besonderer Dank muß an Kerstin gehen, die Pilgrims-Flugblätter an zahllose Zuschauer verteilte, ohne deren Fragen beantworten zu können. Keine Sorge, Kerstin, wer den Geist des Crickets im Park nicht bemerkt hat, hätte sowieso keine Antwort verstanden.

THCC Barbarians: Björn (capt.), Aswin, Jeff, Katja (wk), Luke, Matthias, Rupert, Saied, Till

Heligoland Pilgrims: Cam (capt.), Bianca, Cam, Daniel (wk), Jon, Jürgen, Mark B., Mark R., Moritz, Steve, Tina

Text: Max Minor, cricket correspondent, Photographie: Bianca

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Erdinger Alkoholfrei Atlantik Cup dieses Jahr gegen Andorra

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Während die Pilgrims im letzten Frühjahr schon ihrem Saisonhighlight entgegenfieberten, wird in diesem Jahr noch etwas Wasser die Elbe hinunter und in die Deutsche Bucht gen Helgoland fließen, bis unser großes Match gespielt wird. Aber das Warten wird sich lohnen: Wir spielen gegen den Andorra CC, die andorranische Nationalmannschaft.

Erdinger Alkoholfrei Atlantik Cup 2016

Erdinger Alkoholfrei Atlantik Cup against Andorra this year

Whilst the Pilgrims were approaching their season’s highlight last spring already, this year they will have to lie low a little bit longer until their big match. But it will be worth the wait: We are playing Andorra CC, Andorra’s national team.

ERDINGER Alkoholfrei Hanseatik Cup 2016

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Heligoland Pilgrims überwinden THCC Rot-Gelb unter Tage

Hätte man ein besseres Drehbuch schreiben können?“ So kommentierte Cam, der kenntnisreiche Kapitän der Seagulls (Möwen), nachdem seine Mannschaft die Gannets (wirklich: Tölpel) im Finale des allerersten ERDINGER Alkoholfrei Hanseatik Cup überzeugend geschlagen hatte. Und selbst die Moles (Maulwürfe), die den dritten Platz belegten, und die Badgers (Dachse) mußten zustimmen: Ein großartiger Hallen-Cricket-Tag war zu einem zufriedenstellenden Ende gekommen. Sieben Spiele mit sechs je Seite, innerhalb von ungefähr fünf Stunden von vier Mannschaften gespielt, drei Kisten ERDINGER Bier, ein paar Sonderregeln und ein verdienter Sieger – das ist im Prinzip alles, was man braucht. Nun ja, nicht ganz. Moritz, der die Veranstaltung in zweifacher Zuständigkeit organisiert hatte, bekannte im Vertrauen: „Man muß die richtigen Leute zusammenbekommen, damit es funktioniert“. Und wie es scheint, waren die 24 gemeldeten Spieler genau richtig. Nicht nur sie, sondern auch gelegentliche Zuschauer, einschließlich Emilie, immer noch mit Abstand der jüngste Pilgrim, genossen den Tag voll und ganz.

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Alan Jefferys Match 2015

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Alle Jahre wieder: Heligoland Pilgrims ehrenvolle Zweite hinter den THCC Barbarians

Und, kommt es darauf an? Genauer gesagt: Kommt es irgend jemandem besonders auf das Ergebnis des zweiten Alan Jefferys Match im Jenisch Park am Sonntag, den 27.9.2015, an? Vielleicht kam es Kapitän Shane und dem einen oder anderen der eifrigeren THCC Barbarians darauf an. Natürlich konnte der fröhliche Südafrikaner stolz auf seine Mannschaft sein, weil sie das Spiel mit 39 Runs gewan: THCC Barbarians 207 für 9 schlagen Heligoland Pilgrims 168 für alle, nach je 21 Overs. Vielleicht kam es sogar einigen der Zuschauer darauf an, die Zeugen dieses unerwarteten Ereignisses vor dem herrschaftlichen Jenisch-Haus wurden. Wieder einmal wurden sie bei ihren Spaziergängen am Sonntagvormittag von einem Sport überrascht, den man sonst in Hamburg kaum zu sehen bekommt, jedenfalls nicht in diesem besonders schönen Park mit Blick über die Elbe. Einige von ihnen zückten ihre Kameras, um ein paar Eindrücke von Eleganz und Sport festzuhalten. Andere faßten sich ein Herz und fragten die Spieler, die unter den drei großen Eichen auf ihren Einsatz warteten, nach den Regeln ‒ ohne zu ahnen, daß keiner der Spieler alle Cricket-Gesetze kennt. Ob allerdings einer von denen, für die Cricket unbekannt war, tatsächlich mitbekam, wer das Spiel gewann, läßt sich nicht mehr feststellen. Die Show ist vorbei, die Zuschauer sind nach Hause gegangen, und alles, was bleibt, sind Erinnerungen.IMG_7793

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Erdinger Alkoholfrei Kontinental Cup 2015

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Lockere Pilgrims verlieren Erdinger Alkoholfrei Kontinental Cup gegen Gemischte Renegades

Man sagt bekanntlich, selbst das heißeste Spiel werde in den Analen auf kalte Zahlen eingedampft. Für dieses exklusive Pokalspiel gilt das allerdings nicht. Ja, es war ein sonniger Sommernachmittag auf Hamburgs Poloplatz. Die Zuschauer schwitzten bei drückendheißem Wetter, noch viel mehr die Cricketspieler, die den dritten Erdinger Alkoholfrei Kontinental Cup austrugen. Fast vergeblich versuchten die Spieler, ihren Durst mit den Getränken ihres Sponsors zu löschen, die wieder einmal im Überfluß vorhanden waren. Aber nein, das Scorebook zeigt keine kalten Zahlen. Eigentlich gibt es eine ganze Menge von Details, die im Buch nicht erkennbar sind. Schade, daß keine der beiden Mannschaften einen qualifizierten Chronisten hatte aufbieten können; deswegen sollte man aber den Freiwilligen gegenüber nicht undankbar sein, die sich um die Notierungen kümmerten. Die Bemerkung „Niemals!“ neben einer lbw-Entscheidung sollte sich jedoch niemals in irgendeinem Scorebook finden, selbst dann nicht, wenn der Batsman von einem etwas kurzsichtigen und leicht berauschten Schiedsrichter ausgegeben wird. Trotzdem zeigt dieser Eintrag, wieviel es einigen Teilnehmern bedeutete, eine der meist begehrten Cricket-Trophäen auf dem europäischen Festland zu gewinnen. Weiterlesen

Tausend Rote, tausend Grüne

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Heligoland Pilgrims schlagen Fellowship Of Fairly Odd Places um Haaresbreite

„Das beste Cricket, das ich jemals in meinem ganzen Leben gespielt habe.“ So kommentierte ein älterer Pilgim das Wochenende vom 6. und 7. Juni 2015 auf Helgoland. Tatsächlich sah er sowohl auf die sportliche als auch auf die gesellschaftliche Seite des 3. ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup zurück. Wohlgemerkt, die Pilgrims erziehlten gemeinsam mit ihrem internationalen Gegner, der legendären Fellowship of Fairly Odd Places, insgesamt 801 Runs in dem Spiel über zwei Innings! Aber die Veranstaltung war viel mehr als nur ein Cricket-Spiel in herrlichem Sonnenschein. Über das Schlagen des Balls aus dem kleinen Sportplatz auf der Insel hinaus genossen die Teilnehmer vor allem die durchgehende Anwesenheit des Spirit of Cricket; beide Mannschaften behaupteten, ihn mitgebracht zu haben. Der Exercitator Mentalis Honor der Fellows faßte seine Eindrücke gegenüber den Pilgrms wie folgt zusammen: „Es war ein riesiger Erfolg! Wir alle denken, es war unsere beste aller Touren. Die Art, wie Ihr uns im Hafen empfangen habt, die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit Eurer Spieler und Eures Vorstands, die Sportlichkeit auf und abseits des Feldes, über zwei Tage, das Grillen, die Pausenverpflegung, die Ersatzspieler, das alles hat einen sehr, sehr tiefen Eindruck hinterlassen. Wir können gar nicht aufhören, darüber zu sprechen.“ Wer das Lesen auf diesem Höhepunkt einstellen möchte, möge sich keinen Zwang antun, hier innezuhalten. Der Berichterstatter kann nur noch ein paar mehr oder weniger kleine Einzelheiten beisteuern, aber er kann diese Äußerung sicher nicht mehr übertreffen.

Heligoland Pilgrims 49 Weiterlesen

HPCC in The Nightwatchman

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The Nightwatchman - the Wisden Cricket Quarterly - berichtet über Cricket in HamburgJeder Cricket-Fan auf der Welt kennt Wisden, mit vollem Namen Wisden Cricketer’s Almanack, ein seit 1864 erscheinendes Periodikum, das im Cricketsport den Status von Bibel und Kuran imnehat. Seit 2012 erscheint The Nightwatchman – the Wisden Cricket Quarterly, ein Magazin, das sich ausführlichen und hochqualitativen Artikeln verschrieben hat, die mindestens ein bisschen von Cricket handeln. Im Guardian sagt Matt Thacker, der Herausgeber des Nightwatchman, worauf er und sein Team bei der Zusammenstellung eines Bandes Wert legen: „…quality of writing, geographical mix, split of cricket journalists and ‚outsiders‘, gender mix, subject range, mix of big names and unknowns.“

Gleich eine ganze Reihe dieser Kriterien erfüllt ein Text von Crispin Andrews in der neuesten Ausgabe. Der Artikel „Complicated, illogical, effeminate“ behandelt die Geschichte des Cricket in Deutschland – und trägt somit wahrlich zum geographischen Mix bei. Der Titel ist anscheinend ein Zitat Adolf Hitlers und benennt, was Hitler an Cricket nicht leiden konnte.

Glücklicherweise fand Mr. Andrews mehr Deutsche als nur Hitler, die sich mit Cricket beschäftigen und die er zitieren konnte. Er fand unter anderem ein paar Mitglieder der Pilgrims und ihres Schwesterklubs, des THCC Rot-Gelb Hamburg. Weiterlesen

Erdinger Alkoholfrei Kontinental Cup 2014

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THCC Rot-Gelb Renegades schlagen Heligoland Pilgrims erneut in Hamburg und behalten den Erdinger Alkoholfrei Kontinental Cup 2014

Renegades 215 all out (Subair 63*, Arun 49, Aswin 17, Safiullah 14) schlagen die Pilgrims 121 all out (Keith 45, Mark B. 16*, Matthew 13) mit 94 Runs auf einem nassen Feld in sonst heiteren Bedingungen und behalten den ERDINGER Alkoholfrei Kontinental Cup im zweiten Jahr nacheinander. Das ist die trockene Statistik eines weiteren biergetränkten Wettkampfs zwischen THCC Rot-Gelb Renegades aus Hamburg und Heligoland Pilgrims von überall auf der Welt auf dem Hamburger Poloplatz. Wieder waren mehr als 1.000 Zuschauer gekommen, um dieses einzigartige Schauspiel zu erleben. Weiterlesen