ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup 2017

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Und die Letzten werden die Ersten sein

Als Geschichte wird ein Cricketspiel oft am besten rückwärts erzählt. Es ist ein rhythmischer Sport, mit Pausen, Unterbrechungen, Momenten der Aufregung, Blitzen von Brillanz und Änderungen der Richtung. Über mehrere Tage gespielt kann in einem Cricketspiel viel passieren, aber die letzten Augenblicke bleiben in Erinnerung, was die Schilderung des Spiels zu einer Rekonstruktionsarbeit macht, vom Ende zum Anfang. So liegt der Fall beim 5. ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup, der am 2-3 September 2017 auf Helgoland ausgetragen wurde, in strahlendem Sonnenschein und unter einem so blauen Himmel, daß er für eine Spiegelung der ruhigen Nordsee gehalten werden konnte.

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Zwei Tage überwiegend im Rückstand, gelang es einer tapferen Heligoland Pilgrims Formation, das Feld erhobenen Hauptes zu verlassen, nachdem sie einer Niederlage gegen starke (wenn auch unterbesetzte) THCC Voyagers entkommen waren. Das Spiel endete damit, daß die stoischen Pilgrims Batsmen Nabeel (Pilgrim des Spiels) und Steve Voyagers‘ Kapitän Su mit vier Slips und zwei Gullies gegenüberstanden. Aber die Batsmen waren standhaft bis zu Ende und errangen den Pilgrims ein ehrenvolles Unentschieden, das erste solche Ergebnis auf der Insel.

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Für jemanden, der mit candy-crush-blinkenden-Bails-fröhlichem-hau-drauf T20 Cricket aufgewachsen ist, mag ein Unentschieden wie das langweiligste Ergebnis erscheinen. Aber das zeigt nur einen Mangel an Wertschätzung für die wunderbaren Nuancen von Cricket. Ein Unentschieden, wie in Law 16 festgelegt als Spiel ohne Sieg oder Gleichstand, kann manchmal ein sehr interessantes Ergebnis sein. Abhängig davon, wie es erreicht wird, kann ein Unentschieden beschreiben werden als hart erkämpft, unvergeßlich, unwahrscheinlich, enttäuschend oder beeindruckend. Man frage irgendeinen Test-Cricket Fan nach Unentschieden und er wird einem gerne eine Geschichte erzählen von mauernden Batsmen, die stundenlang furchterregende Angriffe abwehren, oder sogar tagelang, um sich ein (ergänze passendes Adjektiv) Unentschieden zu verdienen.

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Für die Pilgrims, die sich durch Cricket-Spielen im wahren Geist des Sports hervortun, ist das beste Adjektiv ehrenvoll. Dieses Unentschieden fühlte sich an wie ein echter Erfolg. Mit einem unwahrscheinlichen Ziel von 269 zum Sieg und knapp zwei Stunden zu spielen nahmen die Eröffnungsspieler der Pilgrims, Laurence und Tom, es mit dem furchterregenden Angriff der Voyagers auf, der vielleicht drei der besten Bowler einschloß, die je im norddeutschen Cricket gesehen wurden. Su kam mit großen Schritten und langem Anlauf und ließ Laurence fangen; Bipin (Voyager des Spiels) drehte einen Ball herein, um Tom zu bowlen; und Satya, der den Ball in beide Richtungen drehte, brachten einen sehr flach herein, um einen unglücklichen Mark zu bowlen. Cam hing ein Weilchen herum, um 30 Runs zu machen, wurde aber nach einem Ball von Bai sehr gut von Wicket-Keeper Chandan gefangen, und es blieb Nabeel (58*) und Steve (10*) überlassen, hektische 45 Minuten für die Pilgrims durchzuhalten, um ein Unentschieden zu verdienen.

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Früher am Tag hatten Bipin (79*) und Chandan (62*) geholfen, die 86 Runs Vorsprung der Voyagers vom Vortag auszubauen, wobei nur Steve (4-66) irgendwelchen Widerstand mit dem Ball leistete. Eines seiner Wickets fiel durch einen einhändigen Fang von Nabiel, der sich auf Extra-Cover streckte. Steves “Michelle” wäre komplett gewesen, hätten ein paar andere Bälle gehalten werden können. Doch es stellte sich heraus, daß die Voyagers vielleicht ein paar Runs zu viel geplündert und sich selbst zu wenig Zeit gelassen hatten, um ein standhaftes Pilgrims-Team auszubowlen, das mit 125/4 nach 28 Overs endete.

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Am Sonntag begann das Spiel mit neugierigen Zuschauern oben auf dem Kliff und einer Handvoll Vogelbeobachter, die auf dem Hügel beim Strand saßen. Laurence bemerkte, bei nur einer einzigen Möwe: „Es scheinen heute nicht viele ‚birds‘ draußen zu sein“. Worauf Cam antwortet: „Nein, aber wir werden wohl einige ‚Enten‘ sehen“. Das mag unglückliche Vorsehung für Tom und Laurence gewesen sein, obwohl sie das richtige taten, indem sie Runs für die Verteidigung opferten, um den Pilgrims durch die schwierigen frühen Overs des letzten Innings zu helfen.

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Das Spiel am Sonnabend soll auf keinen Fall als bloßes Vorspiel zum Drama am Sonntag betrachtet werden. Aufs Feld geschickt um zu schlagen, trugen die Voyagers, angeblich ein Team voller Bowler, 310/9 in 40 Overs zusammen, mit Bipin (77*) und der Katze mit neun Leben, Chandan (50), wieder vorne bei den Runs. Der Punktestand hätte noch viel höher sein können, wenn nicht verschiedentlich hervorragende Fußarbeit im Feld Singles davon abgehalten hätte, Baoundaries zu werden, und hierzu trugen alle Pilgrims bei. Novize Chrischi zeige viel Verheißung für die Voyagers; er schwang den Schläger zum allerersten Mal und machte 17 Runs – mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Nabeel (3-36) und Tom (2-33, einschließlich einem wunderschönen ‘caught-and-bowled’) waren die besten Bowler der Pilgrims. Moritz und Laurence schalteten sich auch ein und nahmen wichtige Wickets.

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Als höchster je auf Helgoland erzielter Punktestand erschienen 310 eine gewaltige Aufgabe und die Eröffnungsspieler der Pilgrims gingen langsam auf den Platz. In früheren Spielen hatten Moritz und Cam eine merkwürdige Partnerschaft geschmiedet. Beide fast zwei Meter groß und mit einem kombinierten Alter von über neunzig hatten sie in den letzten beiden Spielen jeweils eine Fünfzig vorgelegt. Aber heute sollte es nicht sein, da Cam von einem Reflexvisier-Spezialball von Bipin gebowlt wurde. Mark erlitt dasselbe Schicksal. Laurence schloß sich Moritz an und das Paar wehrte sich gegen den Angriff der Voyagers mit 26 Runs, die dann von Moritz‘ und Daniels bedeutender Partnerschaft von 62 gefolgt wurden, was die Pilgrims auf beachtliche 105/3 brachte, bevor Daniel (27) von Bipin auf Satyas Bowling gefangen wurde. Der Präsident der Pilgrims hatte inzwischen ausgezeichnet gebattet um 40 zu erreichen, indem er den Ball in alle Winkel des rechteckigen Felds schlug, aber er wurde von Steve stranden gelassen war unglücklich ‚run out‘. Steve sollte es wiedergutmachen, er erreichte 50* und half den Pilgrims mit seinen Partnern Nabeel (24) und Murali (21*) auf finish 224/8 nach 40 Overs zu enden. Bipin (3-43) und Satya (2-27) waren die besten Bowler der Voyagers.

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Nach diesem langen Tag in der Sonne zogen sich die Spieler für das traditionelle Grillen am Sonnabend abend in die Jugendherberge zurück, wo es interessanter war, ERDINGER Bier zu trinken als Strategien für das Spiel am Sonntag zu besprechen. Andere Höhepunkte des Wochenendes waren ein gemeinsamer Spaziergang beider Mannschaften über die Insel, um Modell für Photos vor der Langen Anna zu stehen, eine improvisierte Trainingseinheit am Freitag abend und ein Besuch beim Ort des Nachtlebens der Insel.

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Dieses angenehme Wochenende wäre nicht möglich gewesen ohne den organisatorischen Einsatz von Moritz, der auch dafür sorgte, daß es Kuchen in der Spielpause am Sonnabend gab und Fischbrötchen zum Mittagessen am Sonntag. Dank geht an Moritz und auch an alle, die gespielt, geschiedsrichtert, aufgeschrieben, zugeschaut und Photos gemacht haben. Das Unentschieden heißt, daß jeder die Insel als (eine Art von) Sieger verließ.

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Heligoland Pilgrims: Moritz (cpt.), Cam, Danieln (wk1), Laurence, Mark R., Murali (wk2), Nabeel, Steve, Thomas
THCC Voyagers: Surya (cpt., wk1), Bai, Bipin, Bosko, Chandan (wk2), Chrischi, Jasveer, Satya
Men of the Match: Bipin und Nabeel
Unterstützung: Captain, Monika, Leopold
Bericht: Royce Leville (Übersetzung Max Minor), Photographie: Kerstin Saure


And the last shall be first

As a narrative, a cricket match is often best told backwards. It is a rhythmic sport, with lulls, pauses, moments of excitement, flashes of brilliance and swings of momentum. Played over several days, a lot can happen in a cricket match, but the final moments stay in the memory, which makes describing a match a work of reconstruction, from the end to the beginning. Such is the case with the 5th ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup, played on Heligoland on 2-3 September, 2017, in glorious sunshine and under skies so blue they could be mistaken as the reflection of the calm North Sea.

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Behind for much of the two days, a valiant Heligoland Pilgrims outfit managed to walk off with their heads held high after avoiding defeat against a strong (if undermanned) THCC Voyagers. The match ended with stoic Pilgrims batsmen Nabeel (Pilgrim-of-the match) and Steve facing Voyagers captain Su with four slips and two gullies. But the batsmen were defiant to the end, earning the Pilgrims an honourable draw, the first such result on the island.

Pic2For those reared on the candy-crush-flashing-bails-hit-and-giggle T20 form of cricket, a draw may seem like the dullest of endings. But that just shows a lack of appreciation for the wonderful nuances of cricket. A draw, as defined in Law 16 as being a match without a win or a tie, can sometimes be a very interesting result. Depending on the way it’s achieved, a draw can be described as hard-fought, memorable, unlikely, disappointing or impressive. Ask any test cricket fan about draws and they’ll gladly tell you a tale of stonewalling batsmen surrounded by fielders seeing off fearsome attacks for hours, or even days, to earn a (insert appropriate adjective) draw.

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For the Pilgrims, who excel at playing cricket in the true spirit of the game, the best adjective is honourable. This draw also felt like a substantial achievement. Set an improbable 269 to win with barely two hours to play, Pilgrims openers Laurence and Tom took on the Voyagers attack, which included perhaps three of the best bowlers ever seen in north German cricket. Su was striding in from a long run and had Laurence out caught; Bipin (Voyager-of-the-match) swung one in to bowl Tom; and Satya, swinging the ball both ways, got one to keep very low to bowl an unlucky Mark. Cam hung around for a while to make 30, but was well caught by wicket-keeper Chandan off Bai’s bowling, and it was left to Nabeel (58*) and Steve (10*) to see the Pilgrims through a nervous 45 minutes to earn a draw.

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Earlier in the day, Bipin (79*) and Chandan (62*) had helped build on the Voyagers’ overnight lead of 86 runs, with only Steve (4-66) offering any resistance with the ball. One of his wickets included a fine one-handed catch from a lunging Nabeel at extra-cover. Steve’s “Michelle” would have been complete had a couple of other catches stuck.
But it turned out the Voyagers had perhaps plundered a few runs too many, and hadn’t left themselves enough time to bowl out a defiant Pilgrims team that finished on 125/4 off 28 overs.

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Sunday’s play began with curious onlookers on the cliff above and a handful of birdwatchers perched on the hill near the beach. Laurence observed that, with a seagull tally of one, “There don’t seem to be many birds out today.” To which Cam replied, “No, but we may see some ducks.” And these ended up as fortuitous words for Tom and Laurence, though they did the right thing in sacrificing runs for defence to help the Pilgrims through the testing early overs of the final innings.

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Saturday’s play shall in no way be considered a mere preamble to the drama of Sunday. Sent in to bat, the Voyagers, supposedly a team full of bowlers, amassed 310/9 off 40 overs, with Bipin (77*) and the cat-with-nine-lives Chandan (50) again amongst the runs. The total could have been much higher had it not been for some excellent footwork fielding to prevent singles from becoming boundaries, and here all the Pilgrims contributed. First-gamer Chrischi showed lots of promise for the Voyagers, swinging the bat for the very first time to make 17 runs, and playing with a big grin on his face. Nabeel (3-36) and Tom (2-33, including a wonderful caught-and-bowled) were the best of the Pilgrims’ bowlers. Moritz and Laurence also chimed in to take important wickets.

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As the highest cricket score ever posted on Heligoland, 310 seemed like a daunting task, and the Pilgrims openers went slowly to the crease. In previous matches, Moritz and Cam had forged an unlikely partnership. With both pushing two metres tall and a combined age in the nervous nineties, they’d managed to put on fifty in the last two matches. But today it wasn’t to be, as Cam was bowled by a red-dot-special from Bipin. Mark befell the same fate. Laurence joined Moritz and the pair defied the Voyagers attack to put on 26, which was then followed by Moritz and Daniel’s important partnership of 62, which took the Pilgrims to a respectable 105/3 before Daniel (27) was caught by Bipin off Satya’s bowling. The Pilgrims’ president, meanwhile, had batted superbly to reach 40, hitting the ball to all corners of the rectangular field, but was left stranded by Steve and was unfortunately run-out. Steve would make amends, reaching 50* and partnering with Nabeel (24) and Murali (21*) to help the Pilgrims finish 224/8 off 40 overs. Bipin (3-43) and Satya (2-27) were the pick of the Voyagers’ bowlers.

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After this long day in the sun, the players retired to the hostel for the traditional Saturday evening barbecue, where it was more interesting to drink ERDINGER beer than discuss strategies for Sunday’s play. Other highlights of the weekend included both teams walking around the island together, posing for photos in front of Lange Anna, an impromptu joint training session on Friday evening, and a visit to the island’s one nightlife spot.

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This enjoyable weekend would not have been possible without the organisational efforts of Moritz, who also ensured there was cake for the innings break on Saturday and fish rolls for lunch on Sunday. Thanks go to Moritz, and also to everyone who played, umpired, scored, watched and took photographs. The drawn result means everyone left the island a (sort of) winner.

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Heligoland Pilgrims: Moritz (cpt.), Cam, Daniel (wk1), Laurence, Mark R., Murali (wk2), Nabeel, Steve, Thomas

THCC Voyagers: Surya (cpt., wk1), Bai, Bipin, Bosko, Chandan (wk2), Chrischi, Jasveer, Satya

Men of the Match: Bipin and Nabeel

Support: Captain, Monika, Leopold

Report: Royce Leville, Photography: Kerstin Saure

ERDINGER Alkoholfrei Kontinental Cup 2017

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Pilgrims Erster

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In Zeiten von Falschmeldungen erreichten Heligoland Pilgrims, die selbsternannten Fackelträger des Geists des Crickets, am 4. August 2017eine beachtliche Zahl von Premieren. Man sollte nicht glauben, was man in der Presse liest, nur das hier ist wahr: Zum ersten Mal wurde der sehr begehrte ERDINGER Alkoholfrei Kontinental Cup an einem Freitag ausgetragen, zum ersten Mal dauerte die Show 40 Overs, zum ersten Mal wurde hier Cricket auf einem großen Feld (dem halben Poloplatz) und mit einem harten Ball gespielt. Die Hauptpremiere aber war natürlich das Resultat, es lautete tatsächlich „Pilgrims Erster“.

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Das war eigentlich gar nicht die Absicht der Mannschaft aus Übersee gewesen, ihr Sieg passierte einfach im vorletzten Over als sie fröhlich vor sich hin spielten. Ein paar mögliche Erklärungen bieten sich für Spekulationen an: Vielleicht gewannen die Pilgrims zum ersten Mal, weil ihr Kapitän an diesem Tag, Nabeel, erst nach der Hälfte des ersten Innings erschien. Möglicherweise verloren THCC Renegades, weil sie ein paar zusätzliche Spieler einsetzten, die sich für das Spiel nicht gemeldet hatten. Womöglich schüchterten auch die stürmischen Winde, die am Nachmittag sehr dunkle Wolken über das Feld trieben die Gegner ein. Der erste Auftritt von Pfarrer Leslie könnte ebenfalls geholfen haben. Der Cricket-Fan aus Indien war gebeten worden, seine Soutane gegen den weißen Schiedsrichter-Kittel zu tauschen und nachdem er sich mit den irdischen Gesetzen der No-Balls vertraut gemacht hatte verbreitete sich himmlischer Segen über die Pilgrims.

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Was hätte Kapitän Prasad tun können, um das Spiel für die THCC Renegades zu retten? Vielleicht hätte er den englischen Bänkelsänger um Unterstützung bitten sollen, der im Hintergrund Billy Swans “I can help” dröhnte. Doch auch wenn sie nicht alle besonders musikalisch sin, waren die Crictspieler nicht überzeugt – nein, seien wir ehrlich, dieser Gesang hätte nicht helfen können. Nicht einmal die übliche Einladung von Zuschauern, in diesem Fall Terry aus Birmingham, konnte das Schicksal der Renegades ändern. Am Ende des Tages, als der Wind nachließ, der Barde an die Bar ging und die Sonne das Feld durchflutete, wurde ein unwahrscheinlicher Traum wahr: Die Pilgrims feierten einen seltenen Sieg.

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Zu Anfang war den Gästen ein guter Start gelungen mit Kamaladin (48*, 5×6 und 3×4), der spielend beinahe eine Boundary nach der anderen schlug. Dann stellate Cam (5-1-26-2) Mohibullah (7) eine Falle, der schön von Steve auf Mid-On gefangen wurde. Und als Vizekapitän Steve weitere Bowler einsetzte, begannen die Runs einzutrocknen und Wickets fingen an zu fallen wie Dominosteine. Matthew (5-2-15-1) und Mark R. (5-1-14-0) erwiesen sich als sehr sparsam. Der beste Bowler der Pilgrims an diesem Tag aber war gewiß Mark B. (4-1-8-3) der, nach einem Schluck ERDINGER, nicht nur 3 Wickets nahm und ein Wicket-Maiden bowlte, sondern auch mit einer Hand einen seiner eigenen Bälle fing, für Null Runs – eine spektakuläre Vorstellung! Was das Fielding angeht, müssen Andrews abenteuerlich agile Stops auf Leg-Slip besonders erwähnt werden. Solide Batting-Beiträge für THCC lieferten Luke (7, 1×6), Pilgrim Frank T. (12), der in einem Anfall von Verwirrung zum ersten al gegen seinen eigenen Verein spielte, Khalil (18*) und Aswin (19, 1×6), der die Schlußoffensive am Ende des Innings anführte. Kapitan Prasad (0), der als letzter zusammen mit Johann (3) spielte, hatte nicht so viel Glück; die letzten Batsmen konnten den Punktestand nur noch auf 169 schieben.

pg5Das ist natürlich im Prinzip ein erreichbares Ziel in einem 40 Over-Spiel. Trotzdem, wenn man mehr daran interessiert ist zu spielen als zu gewinnen, kann das Spiel so oder so ausgehen. Mark R. (7*) mußte früh gehen und wurde deshalb ausgewechselt, bevor er auf große Schläge umschalten konnte. Dann kollabierten die oberen Schlagmänner der Pilgrims alle kläglich – es war offensichtlich, daß sie eher da waren, um sich zu amüsieren als um sich zu übertreffen. Nur Steve (49*, 1×6, 5×4), Kapitän Nabeel (38*, 2×6, 3×4), Mark B. (31, 5×4) und Moritz (15, in seinem Blazer) schafften beides. Anerkennung gebührt den THCC-Bowlern, allen voran Luke (4-0-12-3), unter dessen Wickets ein Fang von seinem eigenen Bowling war, und Katharina, die 2 Wickets nahm. Aber als Andrew das Feld anstelle von Mark R. im 37. Over zum zweiten Mal betrat, war das Ziel so nahe gerückt, daß der Sieg nahezu unvermeidbar geworden war. Bianca schlug das letzte Over zu Ende, obwohl das Spiel schon gewonnen war. Nach Umarmungen, Gratulationen und Hände-Schütteln eilten alle Spieler zur Übergabe des – bereits sorgfältig mit ERDINGER Bier gefüllten – Pokals vor ihrem kleinen Zelt. Hier wurde der ehrwürdige Kelch auch zum ersten Mal als Duschkopf mißbraucht. Aber dann, im Nachglühen der untergehenden Sonne und umgeben von grünen Weiden, kamen die Cricketspieler zur Ruhe; sie genossen die übrigen Vorräte an Getränken ihres großzügigen Sponsors zusammen mit etwas Curry und besprachen das Spiel, Sport und die Bedeutung des Lebens im allgemeinen.

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Hunderte Zuschauer von nah und fern hatten eine echte Cricketpartie beobachten können, die in freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragen worden war und bei der jeder eine Chance bekommen hatte, zu schlagen, zu werfen und auf dem Feld zu sein. Spieler beider Mannschaften achteten und unterstützten einander und es gab keine Probleme mit Schiedsrichterentscheidungen. Moritz und – zum ersten Mal – Steve hatten die ersten halbe Stunde beider Innings kommentiert und den Zuschauern dabei einige Regeln erklärt, denjenigen, die sie noch nicht kannten, die beiden Vereine vorgestellt und einige typische Spielsituationen hervorgehoben während sich das Spiel entwickelte. Erneut war es ein Paradebeispiel eines Sports, der alle Aufmerksamkeit verdient, die er bekommen kann. THCC Renegades mögen anders darüber denken, aber alle Pilgrims sind sich einig: Egal wer den Pokal gewinnt, solange es soviel Spaß macht beweist es nur, daß diese Art von Cricket immer ein Gewinner ist. So kam es nicht überraschend, daß Prasad unmittelbar nach dem Spiel dem Heligoland Pilgrims Cricket Club beitrat.

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Helgoland Pilgrims: Nabeel (cpt – nach der ersten Getränkepause), Adrian (wk II), Andrew, Bianca, Cam, Mark B. Mark R., Matthew, Moritz (auch Kommentator), Murali (wk I), Steve (vc und ebenfalls Teilzeit-Kommentator)

THCC Renegades: Prasad (cpt), Aswin, Bipin, Avni, Dev, Frank T., Johann, Kamaladin, Katharina, Luke, Michael und Ari (12th) sowie Khalil and Mohibullah (beide unangemeldet) und Terry
Scorer: Prasad, Saied, Cam und andere

Umpires: verschiedene Spieler, einschließlich Dev mit Kaltstart, Aswin, der vor Lachen zusammenbrach, und Murali, der mit der Flasche tanzte, sowie Pfarrer Leslie

Report: Max Minor, Cricket Korrespondent, Photograpie: Jessica Mancuso


Pilgrims first

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In times of fake news, Heligoland Pilgrims, the self-acclaimed torchbearers of the spirit of cricket, established a considerable number of firsts on 4 August 2017. Don’t believe what you read in the press; only this here is true: For the first time the much coveted ERDINGER Alkoholfrei Kontinental Cup competition was held on a Friday, for the first time the show lasted 40 overs, for the first time cricket was played here on a large field (half of the Polo ground) and with a hard ball. But the main premiere was of course the result, it was actually “Pilgrims first”.

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This had actually not been the overseas team’s intention at all, their victory just happened in the penultimate over as they played merrily along. A number of possible explanations offer themselves for speculation: Maybe the Pilgrims won because for the first time their captain of the day, Nabeel, only appeared half way through the first innings. Perhaps THCC Renegades lost because for the first time they fielded a couple of additional players who had not registered for the match. Potentially the strong gales which pushed extremely dark clouds over the pitch during the afternoon intimidated the opposition. The very first appearance of Reverend Leslie may also have helped. The stalwart from India was invited to swap his cassock for the white umpire’s coat and once he had acquainted himself with the earthly laws of no-balls heavenly blessings spread out for the Pilgrims.

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What could captain Prasad have done to salvage the match for THCC Renegades? Perhaps he should have sought support from the English ballard-monger who blasted Billy Swan’s “I can help” in the background. The cricketers, albeit not all of them very musical, were not convinced – no, let us be honest, this singing could not have helped. Not even the customary invitation of spectators, in this case Terry from Birmingham, could change the Renegades’ fate. At the end of the day, when the wind abated, the bard went to the bar and the sun flooded the field, an unlikely dream came true: The Pilgrims celebrated a rare win.

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Initially the guests had got off to a quick start with Kamaladin (48*, 5×6 and 3×4) hitting effortless boundaries almost in succession. Then Cam (5-1-26-2) set a trap for Mohibullah (7) who was nicely caught by Steve at mid-on. And once vice-captain Steve put on further bowlers, runs began drying out and wickets started falling like dominoes. Matthew (5-2-15-1) and Mark R. (5-1-14-0) proved very economical. The Pilgrims’ best bowler on this day, however, was certainly Mark B. (4-1-8-3) who, after a sip of ERDINGER, not only took 3 wickets and bowled a wicket-maiden, but also caught one of his own balls single-handedly for a duck – a spectacular performance! As regards fielding, special mention must be made of Andrew’s astonishingly agile stops at leg slip. Solid batting contributions for THCC were made by Luke (7, 1×6), Pilgrim Frank T. (12) who in a fit of confusion played against his own club for the first time, Khalil (18*), and Aswin (19, 1×6) who led the offensive at the end of the innings. Captain Prasad (0) who came in at last together with Johann (3), was not so lucky; the tail enders could only shift the total to 169.

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This is of course a gettable target in a 40 overs-game in principle. Still, if you are more interested in playing than in winning, the match can go either way. Mark R. (7*) had to leave early and was thus retired before he could reach his big-hitting-mode. The Pilgrims top-order batsmen then all plummeted more or less abysmally – it was obvious they were present to enjoy themselves rather than to excel. Only Steve (49*, 1×6, 5×4), captain Nabeel (38*, 2×6, 3×4), Mark B. (31, 5×4) and Moritz (15, in his blazer) managed to do both. Credit has to be given to THCC’s bowlers, most notably Luke (4-0-12-3) whose wickets included a catch off his own bowling, and Katharina who took 2 wickets. But when Andrew entered the crease for the second time in lieu of Mark R. in the 37th over, the target had moved so close, a first Pilgrims’ victory had become virtually unavoidable. Bianca batted out the last over although the match had already been won. After hugs, congratulations and shake hands, all players headed off to the presentation of the cup, tidily filled with ERDINGER beer, outside their little marquee. It was here that the venerable chalice was abused as a showerhead for the first time, too. But then, in the afterglow of the setting sun and surrounded by green pastures, the cricketers wound down, enjoyed the remaining supplies of their generous sponsor’s beverages together with some curry and discussed the match, sports and the meaning of life general.

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Hundreds of spectators from near and far had been able to observe a proper game of cricket, performed in an amicable spirit with everyone getting a chance to bat or bowl and field. Players of both teams respected and supported one-another and there were no issues about umpires’ decisions. Moritz and – for the first time – Steve had commentated the first half hour of each innings explaining some of the laws to the audience, introducing the two clubs to those who did not know them and highlighting some of the salient features of the match as it developed. Once again this was an excellent showpiece of a sport that deserves all the attention it can get. THCC Renegades may think differently, but all Pilgrims agree: Whoever gains the cup, as long as it is so much fun it merely proves this type of cricket is always a winner. So it did not come as a surprise that Prasad joined Heligoland Pilgrims Cricket Club immediately after the event.

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Heligoland Pilgrims: Nabeel (cpt – after the first drinks break), Adrian (wk II), Andrew, Bianca, Cam, Mark B. Mark R., Matthew, Moritz (also commentator), Murali (wk I), Steve (vc and also part-time commentator)

THCC Renegades: Prasad (cpt), Aswin, Bipin, Avni, Dev, Frank T., Johann, Kamaladin, Katharina, Luke, Michael and Ari (12th) as well as Khalil and Mohibullah (both unregistered) plus Terry

Scorer: Prasad, Saied, Cam and others

Umpires: several players, including Dev with a cold boot, Aswin collapsing with laughter and Murali dancing with a bottle, plus Reverend Leslie

Report: Max Minor, cricket correspondent, Photography: Jessica Mancuso

Alan Jefferys Match 2017

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Die Wasserschlacht

Es war eine tropfende Angelegenheit, als Heligoland Pilgrims und THCC Barbarians sich am Sonntag, 2. Juli, zum 4. Alan Jefferys Match (AJM) trafen. Wasser tropfte fast über das ganze Spiel vom Himmel. Runs tropften langsam von den Schlägern beider Mannschaften (mit einem Durchschnitt von 5 Runs pro Over und nur 3 Over, die mehr als 9 Runs lieferten). Der Ball tropfte auf den knöchelhohen Rasen und rollte nie mehr als ein paar Meter, egal wie hart er geschlagen wurde. Wasser tropfte vom glitschigen Ball, der kaum gehalten oder gefangen werden konnte. Und natürlich tropfte Erdinger Alkoholfrei (oder enthielt das Bier doch Alkohol?) die Kehlen der Spieler und einiger einsamer Zuschauer hinab.
Die Kulisse war wie immer wunderschön. Senator Jenisch‘s majestätisches Haus lag an der Nordseite des Felds vor Anker, große Containerschiffe, kleine Fähren und der gelegentliche Dreimaster segelten auf dem Fluß an der Südseite vorbei und der Aussichtspunkt unter den riesigen Eichen diente den Spielern als Lager, wenn auch mit undichtem Dach. Drei Kisten Bier und ein Scorer-Stuhl mit Tina, die sich drei Stunden größte Mühe gab, das Scorebuch trocken zu halten, waren unter drei einzelne Sonnenschirme plaziert worden. Ein beinahe ebenes Pitch war fachkundig von Cam angelegt worden, der einen jaulenden Rasenmäher durch das nasse Gras gezwungen hatte, eingerahmt von Stumps in Helgoland-Farben mit dem Logo des Sponsors. Die Pilgrims waren in ihren adretten Blazern erschienen, die sich abhoben von den unterschiedlich weißen Schattierungen der THCC Barbarians.

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Nur Alan Jefferys selbst und das notwendige sonnige Sommerwetter fehlten, letzteres jedenfalls solange das Spiel andauerte. Sobald das Grillen nach dem Spiel begonnen hatte, zogen sich die Wolken zurück und die Sonne erschien – als ob sie den Spielern zu ihrem Einsatz und ihrer Ausdauer applaudieren wollte. Sie alle hatten den nassen Elementen der Wasserschlacht standgehalten, einen harten Wettkampf in gefluteten Schuhen und durchtränkten Hemden ausgefochten und verdienten eine trockene Atempause. Immerhin war es den beiden Mannschaften, kaum beobachtet von einigen vereinzelten Parkbesuchern, im trüben Nieseln gelungen, sich bis zum letzten Ball zu messen. Ein dramatischeres Ende eines 25 Over-Spiels hätte man sich kaum ausdenken können.
Aufgrund der Beschränkung auf 3 Over pro Spieler für nur 9 Pilgrims auf dem Feld (gegen 10 Barbarians!) mußte Wicket-Keeper Daniel seine Handschuhe an Steve weiterreichen, um das letzte Over selbst zu bowlen. Die Barbarians waren schon ein paar Over vorher nervös geworden, als Murali Jasveer clever von Square Leg ausgeworfen hatte. Bei 114 für 5 standen nur noch 4 Wickets und es wurden noch 11 Runs von 12 Bällen benötigt, um die 124 Punkte der Pilgrims zu schlagen. Den Barbarians gelang es dann im vorletzten Over, den Punktestand auf 122 zu schieben. Auftritt Daniel, der Bowler (noch mit angelegten Keeping-Pads): Khalil kann nicht punkten, Dot-Ball. Zweiter Ball, diesmal schlägt Khalil ihn, die Batsmen laufen – der Ball steigt hoch in Richtung Short Mid-Wicket, dessen Hände zuschnappen wie ein Schraubstock. Selten hat ein Pilgrim einen Catch so verdient wie Jürgen in seine ersten Spiel als Kapitän. Jetzt kommt der Augenblick, an dem Barbarians‘ Kapitän Prasad zur Non-Striker Linie watet. Aswin kann auch nicht punkten, noch ein Dot-Ball: 3 von 3 Bällen zum Sieg. Dann signalisiert Marvin, der wegen des Regens ohne Brille schiedsrichtert, ein Wide: 2 von 2 Bällen zum Sieg. Die Batsmen wissen, daß es Zeit ist, etwas zu unternehmen; und als der nasse Ball durch die Handschuhe des Keepers schlüpft, nötigt Prasad Aswin dazu, ein Bye zu laufen – jetzt ist Gleichstand, 1 von 1 Ball zum Sieg.
Daniel bowlt seinen letzten Ball, kein Wide, Aswin sprintet gleich los, Prasad schlägt den Ball in Richtung Silly Mid-Off, alle schreien, der Mann ist wirklich närrisch, der Feldspieler wirft den Ball in Richtung Bowler-Stumps – und vorbei! Mark sichert und wirft den Ball zurück, aber Prasad rutscht rein, gerade noch drin (wenn auch nicht trocken) – die Barbarians haben den Sieges-Run erzielt! Die Pilgrims brechen vor Lachen zusammen, wie albern kann man sein? Das ist klassisches Pilgrims-Cricket. Wo sonst macht es auf und am Feld soviel Spaß?

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Wohlgemerkt, es gab auch einige erwähnenswerte, beachtliche sportliche Leistungen: Mohibullah erzielte 44, Cam 30* (einschließlich der einzigen 6), Steve 26 (von 25), Murali 19, Chandan 18*, Aswin 16* and Saied 15; Jürgen erreichte einen neuen Höchstpunktstand (7*); Bianca blieb so lange am Schlag, daß sie ausgewechselt werden mußte; Cam und Murali legten 54 auf, Mohibullah und Saied 51; Catches wurden gehalten von Cam, Murali und Jürgen; Wickets nahmen Mark, Keith (3-1-4-1), Murali, Jürgen, Daniel, Jasveer, Saied, Chandan und Kamal (1 je Bowler); und Keith und Cam bowlten jeder ein Maiden-Over. Vorher hatte Alan Jefferys „allen Teilnehmern einen funkelnden Cricket-Tag mit viel Erdinger Bier und einem Spiel in der echten Tradition des Cricketsports“ gewünscht. Alan, gut, daß Du das Wetter nicht erwähnt hast – so konnte Dein Wunsch in Erfüllung gehen.

THCC Barbarians: Prasad (cpt), Aswin, Chandan, Jasveer, Kamal, Khalil, Marvin, Michael, Mohibullah (wk), Saied

Heligoland Pilgrims: Jürgen (cpt), Bianca, Cam, Daniel (wk), Keith, Mark R., Moritz, Murali, Steve, Tina (Scorer für beide Mannschaften)

Text: Max Minor, Cricketkorrespondent, Photos: Bipin Chogoule, Campbell Jefferys


The waterbattle

It was a trickling affair when Heligoland Pilgrims met THCC Barbarians for the 4th Alan Jefferys Match (AJM) on Sunday 2 July. Water trickled from the skies almost throughout the match. Runs trickled slowly from the bats of both teams (with an average of 5 runs per over and only 3 out of 50 overs yielding more than 9 runs). The ball trickled onto the ankle deep lawn and would never roll more than a couple of meters, however hard it was hit. Water trickled off the slippery ball that could hardly be held or caught. And, of course, ERDINGER alcohol-free beer (or did it contain alcohol?) trickled down the throats of players and a couple of forlorn spectators.
The setting was beautiful, as usual: Senator Jenisch’s majestic house anchored on the north of the field, huge containerships, little ferry boats and the odd three-master sailing by on the river in the south, and a vantage point under the huge oak trees doubling as the players’ den, albeit with a leaking roof. Three crates of beer and a scorer’s chair with Tina, trying hard to keep the scorebook dry for three hours, had been tucked under three solitary parasols. An almost even pitch in the centre of the meadow had been expertly laid by Cam forcing a whinging mower through the wet grass, defined by stumps in Heligoland colours bearing the sponsor’s logo. The Pilgrims had arrived in their dapper blazers which stood out against THCC Barbarians’ different shades of white.

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Only Alan Jefferys himself and the necessary sunny summer weather were absent, the latter at least while the game lasted. Once the post-match barbecue had commenced, the clouds receded and the sun came out – as if to applaud the players on their dedication and stamina. All of them had weathered the wet elements of the waterbattle, fought a tough contest in flooded shoes and soaked shirts and deserved a dry respite. After all, in the gloomy grey drizzle, all but unobserved by some lonely visitors to the park, the two teams had managed to compete until the very last ball. A more dramatic finish to a 25 overs game could hardly have been scripted.
With a restriction of 3 overs per player and only 9 Pilgrims on the field (against 10 Barbarians!), wicket keeper Daniel had to hand over his gloves to Steve in order to bowl the ultimate over. The Barbarians had become nervous already a couple of overs before, when Murali smartly ran out Jasveer from square leg. At 114 for 5 there were only 4 wickets standing and still 11 runs needed off 12 balls to beat the Pilgrims total of 124. The Barbarians then managed to shift their total to 122 in the penultimate over. Enter Daniel the bowler (with keeping pads still on): Khalil cannot score, dot ball. Second ball, this time Khalil hits it, the batsmen run – the ball goes high towards short mid-wicket whose hands clasp like a vice. Rarely has a Pilgrim deserved a catch more than Jürgen in his first match as captain. Now it is time for Barbarians’ captain Prasad to wade to the non-striker’s crease. Aswin cannot score either, another dot ball: 3 to win off 3 balls. Then Marvin, who is umpiring without his glasses because of the rain, signals a wide: 2 to win off 2 balls. The batsmen know it is time to do something; so when the wet ball slips through the keeper’s gloves Prasad forces Aswin to run a bye – scores are level now, 1 to win off 1 ball.
Daniel bowls his last ball, it is straight, no wide, Aswin charges immediately, Prasad hits the ball to silly mid-off, everyone shouts, the man is silly indeed, the fielder throws the ball to the bowler’s stumps – and misses! Mark backs up and returns the ball, but Prasad slithers in, just about home (albeitnot dry) – the Barbarians have scored the winning run! The Pilgrims collapse with laughter, how silly can you get? This is classic Pilgrims’ cricket. Where else can you have so much fun on and off the field?

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Mind you, there were notable sporting achievements worth mentioning, too: Mohibullah scored 44, Cam 30* (including the one and only 6), Steve 26 (off 25), Murali 19, Chandan 18*, Aswin 16* and Saied 15; Jürgen got a new batting high-score (7*); Bianca stayed in so long she had to be retired; Cam and Murali put on 54, Mohibullah and Saied 51; catches were held by Cam, Murali and Jürgen; wickets were taken by Mark, Keith (3-1-4-1), Murali, Jürgen, Daniel, Jasveer, Saied, Chandan and Kamal (1 per bowler); and Keith and Cam bowled a maiden over each. In advance Alan Jefferys had wished “everyone attending a scintillating day with plenty of Erdinger beer and a game played in the true tradition of the game of cricket”. Alan, it is good you did not mention the weather – so your wish could come true.

THCC Barbarians: Prasad (cpt), Aswin, Chandan, Jasveer, Kamal, Khalil, Marvin, Michael, Mohibullah (wk), Saied

Heligoland Pilgrims: Jürgen (cpt), Bianca, Cam, Daniel (wk), Keith, Mark R., Moritz, Murali, Steve, Tina (scorer for both teams)

Text: Max Minor, cricket correspondent
Photographs: Bipin Chogoule, Campbell Jefferys

Cambridge Tour 2017 (II)

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Eine königliche Erfahrung für die Pilgrims

Camden CC, Cambridges ältester Cricketclub, hatte das Spiel kurzfristig verschoben ‒ vom Queens‘ College Cricketplatz zum King’s College Cricketplatz. Den Pilgrims, passend unter ihrer Oxford-Absolventin Tina als Kapitän, war es egal, wo sie gegen ihre Freizeitgegner antraten. Es würde in jedem Fall eine königliche Erfahrung werden. Nicht an eindrucksvoll gut gepflegte Rasenpitches, endlose Spielfelder, herrlichen Nachmittagssonnenschein und Gegner gewöhnt, die weder von Square Leg noch von Point einen „Appeal“ vorbringen, genoß die deutsche Mannschaft ihr Spiel auf englischem Boden durch und durch. Das Ergebnis, Camden gewann mit 42 Runs, spielte keine echte Rolle. Jeder Pilgrim, außer Keeper Daniel, bekam mindestens ein Over zu bowlen; die Spieler durften solange schlagen, wie sie sich auf dem Platz halten konnten ‒ was mehr kann man von einem Cricketspiel verlangen?

DSC_0283Die Pilgrims bowlten zuerst und ihnen gelang ein eindrucksvoller Start: Nach 3 Overs hatten Tina (4‑1‑13‑2) und Steve (7‑1‑37‑2) beide Eröffnungsspieler beseitigt, und Camden standen auf 3 für 2. Würden die Gegner hier überrollt? Nein, Camden Casuals Kapitän Hugo hatte nur die normale Battingreihenfolge verändert; das nächste Paar, H. Bately (50*) und S. Robinson (52*) wollte nicht weichen. Und obwohl die Pilgrims sich viel Mühe gaben, insbesondere im Feld, wo sie vielen Bällen nachrannten, Jürgen beinahe phänomenal einen Ball fing und Thomas stilvoll mit Hut auf dem Kopf zum Ball glitt, fiel das nächste Wicket erst im 30. Over. Mark R. hielt sicher eine Bogenlampe auf Square Leg, die von Moritz‘ allererstem Ball in England kam, und Daniel fand überrascht einen abgefälschten Ball von Tinas Bowling in seinen Keeper-Handschuhen. Am Ende erreichte Camden einen soliden Punktestand von 182 für 5. Dann war es Zeit für Tee, Sandwiches und etwas ERDINGER Bier, das Nick freundlicherweise vor dem Spiel von der Jugendherberge in Cambridge abgeholt hatte.

20170521_135520Die Eröffnungsspieler der Pilgrims, Cam und Moritz, begannen ihr Innings wie Feuer und Eis. Nach 11 Overs, als ihre Partnerschaft 50 Runs erreichte, hatte Cam lässig 48 beigetragen, während Moritz immer noch auf 2 mauerte, allerdings in der prächtigeren Kleidung ‒ er spielte in seiner Clubjacke. Ein Wechsel der Bowler hatte schließlich Erfolg, und V. Chandrasakaran (7‑2‑23 2) ergatterte den ersten Scalp der Pilgrims. Nur Cam (56*) und Steve (52*) schafften es, zweistellige Zahlen zu erreichen. Ein unglücklicher Run-Out trug zum Niedergang der Pilgrims bei. Wären da noch 5 Overs für Cam und Steve gewesen, und hätten Bianca und Tom nicht ihren Zug erreichen müssen, dann hätten die Gäste das Ziel vielleicht erreicht. So blieben sie auf 140 für 7, aber alle waren sich einig: Es war ein äußerst angenehmer und zufriedenstellender, wenn nicht königlicher Cricket-Nachmittag gewesen.

image4Die Spieler zogen sich um und kamen mit Zuschauern und Anhang in der Abendsonne vor dem Clubhaus zusammen, wo man sich freundlich unterhielt und noch ein ERDINGER Bier verzehrte. Am Ende dankte der Präsident der Pilgrims allen anwesenden Mitgliedern des Camden CC für ihren Einsatz, den Besuch in Cambridge zu solch einer besonderen Erfahrung zu machen. Er überreichte Kapitän Hugo und Organisator Nick Heligoland Pilgrims‘ einzigartige Cambridge-Tour-2017-Badetücher, die freundlicherweise von Nabeel und Henrik gesponsert worden waren. Im Gegenzug erhielt er die alte Mütze des ehemaligen Kapitäns der ersten Mannschaft, die inzwischen desinfiziert wurde und für die Nachwelt eingerahmt werden wird. Einige der Pilgrims fuhren glücklich heim. Die übrigen Pilgrims blieben, um das 44. Cambridge Bierfestival zu besuchen. Und es war keine echte Überraschung, daß sie einige ihrer Gegner auf dem Festival wiedertrafen ‒ besser hätte man die großartige Tour nicht feiern können, prost!

image2Heligoland Pilgrims: Tina (cpt.), Bianca, Cam, Daniel (wk), Jürgen, Leo, Mark B. Mark R., Moritz, Nabeel (abwesend, kein Visum), Satya (abwesend, Familienangelegenheiten), Steve, Thomas

Camden Casuals: A. Nash, A. Redfern, D. Gibson, H. Bateley, J. Finchem, J. Wheatly, M. Baker, M. Fox-Teece, N. Austin, S. Robinson, V. Chandrasakaran

Scorer: Camdens beste und Tina

Anhang: The A. und P. clan, Emilie, Karen, Philine, Sally und Andrew

Bericht: Max Minor, Cricket-Korrespondent, Photos: Kerstin Saure, Tina Gough, Mark Richardson

A royal experience for the Pilgrims

Camden CC, Cambridge’s oldest cricket club, had shifted the match at short notice – from Queens’ College cricket ground to King’s College cricket ground. The Pilgrims, fittingly captained by their Oxford graduate Tina, did not mind where they played their casual opponents. It was going to be a royal experience in any event. Not used to remarkably well-kept turf pitches, endless outfields, glorious afternoon sunshine and opponents who neither appeal from square leg nor from point, the German team thoroughly enjoyed cricket on English soil. The result, Camden won by 42 runs, did not really matter. Every Pilgrim, apart from keeper Daniel, got to bowl at least one over; the players could bat as long as they would stay at the crease – what more can you ask from a cricket match?

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The Pilgrims bowled first and got off to a spectacular start: After 3 overs Tina (4-1-13-2) and Steve (7-1-37-2) had removed both openers and Camden were 3 for 2. Would this be a roll-over? No, Camden Casuals captain Hugo had just changed their regular batting order; the next pair, H. Bately (50*) and S. Robinson (52*) would not budge. And although the Pilgrims tried hard, especially in the field where they chased many a ball, Jürgen almost held a phenomenal catch and Thomas slid for the ball in style with his hat on, the next wicket only fell in the 30th over. Mark R. safely caught a skier at square leg off Moritz’s very first ball in England, and Daniel was surprised to find an edged ball off Tina’s bowling in his keeping gloves. At last Camden reached a solid total of 182 for 5. Then it was time for tea, sandwiches and some ERDINGER beer which Nick had kindly collected from the Cambridge youth hostel ahead of the match.

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The Pilgrims’ openers, Cam and Moritz, started their innings like fire and ice. After 11 overs, when their partnership reached 50 runs, Cam had contributed an easy-going 48, whilst Moritz was still stonewalling on 2, albeit sporting more flamboyant attire – he was batting in his club blazer. A change of bowling did the trick at last and V. Chandrasakaran (7-2-23-2) got the Pilgrims’ first scalp. Only Cam (56*) and Steve (52*) managed to reach double figures. An unlucky run-out contributed to the Pilgrims demise. Had there been another 5 overs for Cam and Steve, and had Bianca and Tom not had to catch the train, the visitors might have reached the target. So on 140 for 7 they fell short, but everyone agreed: It had been a delightful and satisfying, if not royal afternoon of cricket.

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Players got changed and convened with spectators and supporters in the evening sun outside the club house for an amicable chat and another ERDINGER beer. Finally, the Pilgrims’ president thanked all present members of Camden CC for their efforts in making their visit to Cambridge such a special experience. He presented captain Hugo and organizer Nick with Heligoland Pilgrims’ unique Cambridge Tour 2017 towels, which had been kindly sponsored by Nabeel and Henrik. In return he was awarded the former captain of the first team’s old cap which has now been fumigated and will be framed for posterity. Some of the Pilgrims departed home happily. The remaining Pilgrims went on to visit the 44th Cambridge Beer Festival. And it was no real surprise that they met some of their opponents at the festival again – what better way to celebrate a marvellous tour, cheers!

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Heligoland Pilgrims: Tina (cpt), Bianca, Cam, Daniel (wk), Jürgen, Leo, Mark B. Mark R., Moritz, Nabeel (absent, no visa), Satya (absent, family matters), Steve, Thomas

Camden Casuals: A. Nash, A. Redfern, D. Gibson, H. Bateley, J. Finchem, J. Wheatly, M. Baker, M. Fox-Teece, N. Austin, S. Robinson, V. Chandrasakaran

Scorer: Camden’s finest and Tina

Support: The A. and P. clan, Emilie, Karen, Philine, Sally and Andrew

Report: Max Minor, cricket correspondent, Photography: Kerstin Saure, Tina Gough, Mark Richardson

Cambridge Tour 2017 (I)

Read the English version below.

Grantchesters neue Covers retten die Pilgrims

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Viele Personen trugen zum großartigen Erfolg der ersten Tour von Heligoland Pilgrims in das Mutterland des Crickets bei, nicht zuletzt Grantchester Cricket Clubs Spielkoordinator Sam, Geschäftsführer Steve, Präsident Ben und Kapitän Dan. Sie hatten alles organisiert: Ein perfekt vorbereitetes Pitch und ein Zelt für die Teepause am Spielfeldrand, einen herzlichen Empfang vor dem örtlichen Dorf-Pub, dem Green Man, wo traditionell gebrautes Bier aus den Zapfhähnen floß und es ein herzhaftes Mittagessen für die Mannschaften gab, eine gute Cricketbegegnung, die im wahren Geist des Sports ausgetragen wurde, zwei versierte und charmante Schiedsrichter, von denen einer sogar Deutsch sprechen konnte, und, vor allem anderen, sie hatten neue Covers gekauft. Stürmische Schauer waren vorhergesagt. Und in der Tat wurde Grantchesters Innings am frühen Nachmittag von einem davon unterbrochen. Da wurden einfach die Covers aufs Feld gerollt. Sobald der Regen aufgehört hatte, konnte das Spiel wiederaufgenommen werden. Hätte es die neuen Covers nicht gegeben, dann hätten die Pilgrims die weite Reise aus Hamburg und Brüssel unternommen, nur um einen Schlag ins Wasser zu erleben.

DSC_0217Tina eröffnete das Bowling der Pilgrims mit einem Maiden Over, aber erst Cam gelang es nach dem ersten Wechsel, einen der Eröffnungsspieler von Grantchester zu beseitigen. Anderson bevorzugte es, im Spiel zu bleiben, bis er ausgewechselt wurde (52*), wacker unterstützt zuerst von Farman (32) und dann von Menzies (53*). Cam zeigte sich an diesem Tag als stärkster Bowler der Pilgrims (7‑3‑11‑2). Kapitän Steve verließ sich aber nicht nur auf seine erfahrenen Spieler, sondern auch auf Bianca (2‑0‑8‑1) und insbesondere Jürgen, den er lautstark dazu antrieb, nach dem Schauer länger zu bowlen. Und die unbarmherzige Ermunterung hatte Erfolg: Im vorletzten Over des Innings nahm Jürgen stolz sein erstes Wicket überhaupt für die Pilgrims mit einem täuschend langsamen Wurf; er durfte den Ball als Souvenir behalten. Scones, Gurkensandwiches, Tee und das unvermeidbare ERDINGER Bier der Pilgrims (das Sam freundlicherweise vor dem Spiel von der Jugendherberge in Cambridge abgeholt hatte) stärkten Spieler, Scorer, Schiedsrichter und Zuschauer während der anschließenden Pause.

DSC_0195aDie Summe von 200 Runs aus 35 Overs hätte innerhalb der Reichweite der Pilgrims liegen sollen, wenn ihre vollwertigen Batsmen ihre Wickets nicht zu früh verloren hätten. Morrison (4‑2‑5‑2) und Jones (5‑1‑8‑2) übertrafen sich eng mit dem Ball, gekonnt unterstützt von Kennedy (5‑0‑39‑2). Cam (26) und Steve (19, einschließlich einer vereinzelten Boundary 6) ragten aus der eher schwachen Reihe der Pilgrims Batsmen heraus. Aber wer weiß, was geschehen wäre, wenn die Schauer nicht zurückgekehrt wären? Gegen 18 Uhr zogen dunkle Wolken von Südwesten auf. Vom Spielfeldrand konnte man den Ball nicht mehr sehen, und es wird Leos (19*) und Tinas (8*) Geheimnis bleiben, wie es ihnen gelang, ihn in der Dunkelheit immer wieder in Richtung Flußufer zu schießen. Um 18:28 Uhr, als die Pilgrims darum kämpften, beim Stand von 116 für 7 eine Niederlage zu vermeiden, hatten die Schiedsrichter Mitleid mit den Spielern und riefen alle vom Feld. Diesmal wurden die Covers nicht zurückgerollt ‒ bei nur noch 8 verbleibenden Overs wurde das Spiel abgebrochen und endete als ehrenwertes Unentschieden. Sobald das Pitch wieder eingezäunt war, zogen sich die Spieler für flüssige Erfrischungen in den Blue Ball zurück.

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Dort endete ein wunderschöner Tag mit viel mehr als Cricket. Er hatte am Morgen begonnen mit einem entspannten Spaziergang über die idyllischen Grantchester Meadows an dem friedlichen Fluß Cam entlang. Nach ungefähr einer Stunde waren die Pilgrims in ihren schmucken Blazern um eine Kurve gebogen und waren von dem wunderschönen Platz überrascht worden, der vor ihnen lag. Dort waren sie von einigen ihrer Gastgeber schon auf dem Pitch begrüßt worden. Dann waren sie an dem berühmten Obstgarten und der Dorfkirche vorbei zum Pub geschlendert, wo sie mit Bianca, Mark B. und Emilie zusammentrafen, die für die Cricketausrüstung verantwortlich waren. Die überaus freundliche Atmosphäre hielt über das gesamte Spiel an und auch danach. Am Ende dankte der Präsident der Pilgrims allen anwesenden Mitgliedern des Grantchester CC für ihren Einsatz, diese Reise zu solch einer besonderen Erfahrung zu machen. Er überreichte Kapitän Dan und Organisator Sam Heligoland Pilgrims‘ einzigartige Cambridge-Tour-2017-Badetücher, die freundlicherweise von Nabeel und Henrik gesponsert worden waren. Im Gegenzug erhielt er eine mit Rupert Brooks berühmter Uhr bestickte Grantchester-CC-Mütze. Vielleicht fühlte jeder, daß die Zeit für einen Augenblick stillzustehen schien ‒ die Erinnerung dauert an.

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Heligoland Pilgrims: Steve (cpt.), Bianca, Cam, Daniel (wk), Jürgen, Leo, Mark B. Mark R., Moritz, Nabeel (abwesend, kein Visum), Satya (abwesend, Familienangelegenheiten), Tina, Thomas, unterstützt von W. Wray – und Emilie

Grantchester CC: A. Kennedy, C. Morrison, D. Belman, D. Farman, F. Wilson, J. Anderson, J. Jones, J. Menzies, M. Carrick, S. Ludford, T. Kennedy und Tobias

Scorer: Anja G.

Untertützung: Keith A.

Bericht: Max Minor, Cricket-Korrespondent, Photos: Kerstin Saure, Bianca Lamfried

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Grantchester’s new covers save the Pilgrims

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Many individuals contributed to the great success of Heligoland Pilgrims’ first ever tour to the motherland of cricket, not least Grantchester Cricket Club’s fixture secretary Sam, chairman Steve, president Ben and captain Dan. They had everything organised: a perfectly prepared pitch and a marquee for tea on the boundary, a cordial reception outside the local village pub, the Green Man, with real ales flowing from the taps and a hearty team lunch, a good match of cricket played in the true spirit of the game, two competent and charming umpires, one of whom who could even speak German, and, most important, they had bought new covers! Blustery showers had been predicted. And indeed Grantchester’s innings was interrupted by one of them in the early afternoon. So, on came the covers. Once the rain had abated the match could be resumed. Had it not been for the new covers, the Pilgrims would have travelled all the way from Hamburg and Brussels only to experience a wash-out.

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Tina opened the Pilgrims’ bowling with a maiden over, but only Cam as a first change could remove one of Grantchester’s openers. Anderson preferred to stay in until he was retired (52*), valiantly supported first by Farman (32) and then by Menzies (53*). Cam proved to be the Pilgrims’ strongest bowler (7-3-11-2) of the day. Captain Steve, however, not only relied on his experienced players, but also on Bianca (2-0-8-1) and especially Jürgen whom he vociferously powered to bowl a longer spell after the shower. And the relentless encouragement worked: In the penultimate over of the innings Jürgen proudly claimed his first ever wicket for the Pilgrims with a deceptively slow delivery; he was awarded the ball as a souvenir. Scones, cucumber sandwiches, tea and the Pilgrims’ inevitable ERDINGER beer (which had kindly been collected by Sam from the Cambridge youth hostel ahead of the match) invigorated players, scorers, umpires and spectators during the subsequent interval.

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A total of 200 runs off 35 overs should have been within reach of the Pilgrims, had their fully-fledged batsmen not lost their wickets too early. Morrison (4-2-5-2) and Jones (5-1-8-2) excelled tightly with the ball, ably supported by Kennedy (5-0-39-2). Cam (26) and Steve (19, including a singular boundary 6) stood out amongst the Pilgrims’ rather feeble batting line. But who knows what would have happened had the showers not returned? Around 6 p.m. heavy clouds moved in from the south-west. From the boundary you could not see the ball any more, and it will remain Leo’s (19*) and Tina’s (8*) secret how they managed to gun it down towards the river-banks again and again in the dark. At 6.28 p.m., when the Pilgrims were struggling to avoid a defeat on 116 for 7, the umpires had pity with the players and called everyone off the pitch. This time the covers did not come on again – with only 8 overs to play the match was rained out and ended as an honourable draw. Once the pitch had been fenced in again, the players receded to the Blue Ball for some liquid refreshments.

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This is where a wonderful day of much more than cricket ended. It had begun with a leisurely walk across the idyllic Grantchester Meadows in the morning, in perfect sunshine along the peaceful river Cam. After about an hour the Pilgrims, sporting their dandy blazers, had turned around a bend and been taken in surprise by the beautiful ground that lay before them. There they had been welcomed by some of the hosts already on the pitch. Then they had ambled past the famous orchard and the village church up to the pub where Bianca, Mark B. and Emilie, in charge of the cricket kit, teamed up with them. The very friendly atmosphere continued throughout the match and thereafter. Finally, the Pilgrims’ president thanked all present members of Grantchester CC for their efforts in making the journey such a special experience. He presented captain Dan and organizer Sam with Heligoland Pilgrims’ unique Cambridge Tour 2017 towels, which had been kindly sponsored by Nabeel and Henrik. In return he was awarded a Grantchester CC cap embroidered with Rupert Brook’s famous clock. Perhaps everyone felt that time seemed to have stood still for moment – the memory lingers on.

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Heligoland Pilgrims: Steve (cpt), Bianca, Cam, Daniel (wk), Jürgen, Leo, Mark B. Mark R., Moritz, Nabeel (absent, no visa), Satya (absent, family matters), Tina, Thomas, supported by W. Wray – and Emilie

Grantchester CC: A. Kennedy, C. Morrison, D. Belman, D. Farman, F. Wilson, J. Anderson, J. Jones, J. Menzies, M. Carrick, S. Ludford, T. Kennedy and Tobias

Scorer: Anja G.

Support: Keith A.

Report: Max Minor, cricket correspondent, Photography: Kerstin Saure, Bianca Lamfried

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ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup 2016

Read the English version below.

Phantastisch, spektakulär: Heligoland Pilgrims verlieren den Kopf

In einer Hinsicht stimmten beide Mannschaften überein bei ihrem Rückblick  auf den 4. ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup, der am 3 und 4 September 2016 auf Helgoland ausgespielt wurde: “Es waren drei phantastische Cricket-Tage,” sagte Cam, der Heligoland Pilgrims’ Kampf gegen den siegreichen Andorra Cricket Club tapfer angeführt hatte. Steve, der Manager der Gäste antwortet: “Kannst Du bitte unseren herzlichen Dank an Dich und den Rest Deiner Mannschaft ausrichten für die Einladung zu einem solch wunderbaren, einmaligen Erlebnis und auch für ein spektakuläres Cricket-Wochenende.” Was also war so phantastisch, so spektakulär? Nun ja, es war nicht nur das Cricket und das spannende Spiel, es war die ganze Veranstaltung, die gesellschaftlich Sport, Spaß und Freude für alle Teilnehmer auf einer einsamen Insel einschloß. Im einzelnen:

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ERDINGER Alkoholfrei Kontinental Cup 2016

Read the English version below.

Pilgrims unterhalten das Volk

„Ihr wart fantastisch!“ So bewertete Organisatorin Jo Dawes die Cricket-Show, die von Heligoland Pilgrims gemeinsam mit THCC Renegades auf der diesjährigen British-Flair-Veranstaltung unter blauem Himmel am 6. August 2016 auf dem Hamburger Poloplatz präsentiert wurde. Vielleicht hatte sie weder die hohe Zahl von Extras bemerkt, welche die Renegades bowlten, noch die lächerlich kleine Zahl von Runs, welche die Pilgrims mit dem Schläger erzielten. Möglicherweise war ihre überschäumende Bemerkung auch ihrer Getränkeauswahl geschuldet – als ihr von den üppigen ERDINGER-Vorräten angeboten wurde, wählte sie kein Alkoholfrei. Aber, um fair zu sein: Die Pilgrims waren nicht gebeten worden, dieses T21 zu gewinnen, sie waren eingeladen worden, um das Volk zu unterhalten (oder die Krauts, wie manche argwöhnen), und das haben sie zweifelsohne getan.

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Alan Jefferys Match 2016

     Read the English version below.

Die Pilgrims gewinnen das AJM – na und?

Ja, Heligoland Pilgrims haben das renommierte AJM gewonnen. Zum ersten Mal. Vor den Augen des berühmten australischen Cricketspielers Alan Jefferys persönlich. Im schönen Jenischpark. An einem sonnigen Sonntag, 10. Juli 2016. Gegen starke THCC Barbarians. Nein, das muß gestrichen werden, sie waren nicht so richtig stark. Mit 18 Runs. Dennoch schien niemand wirklich daran interessiert zu sein. Immerhin ist das Alan Jefferys Match eher eine Cricket Demonstration als ein Wettstreit. Zwei Mannschaften begeisterter Cricketspieler freuen sich, ihren Sport zu treiben vor nichtsahnenden Zuschauern, einige aus der Nachbarschaft, einige von weit her aus Indien. Alle tragen etwas bei, keiner beschwert sich. Ganz im wahren Geist des Cricktsports.

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ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup dieses Jahr gegen Andorra

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Während die Pilgrims im letzten Frühjahr schon ihrem Saisonhighlight entgegenfieberten, wird in diesem Jahr noch etwas Wasser die Elbe hinunter und in die Deutsche Bucht gen Helgoland fließen, bis unser großes Match gespielt wird. Aber das Warten wird sich lohnen: Wir spielen gegen den Andorra CC, die andorranische Nationalmannschaft.

Erdinger Alkoholfrei Atlantik Cup 2016

ERDINGER Alkoholfrei Atlantik Cup against Andorra this year

Whilst the Pilgrims were approaching their season’s highlight last spring already, this year they will have to lie low a little bit longer until their big match. But it will be worth the wait: We are playing Andorra CC, Andorra’s national team.

ERDINGER Alkoholfrei Hanseatik Cup 2016

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Heligoland Pilgrims überwinden THCC Rot-Gelb unter Tage

Hätte man ein besseres Drehbuch schreiben können?“ So kommentierte Cam, der kenntnisreiche Kapitän der Seagulls (Möwen), nachdem seine Mannschaft die Gannets (wirklich: Tölpel) im Finale des allerersten ERDINGER Alkoholfrei Hanseatik Cup überzeugend geschlagen hatte. Und selbst die Moles (Maulwürfe), die den dritten Platz belegten, und die Badgers (Dachse) mußten zustimmen: Ein großartiger Hallen-Cricket-Tag war zu einem zufriedenstellenden Ende gekommen. Sieben Spiele mit sechs je Seite, innerhalb von ungefähr fünf Stunden von vier Mannschaften gespielt, drei Kisten ERDINGER Bier, ein paar Sonderregeln und ein verdienter Sieger – das ist im Prinzip alles, was man braucht. Nun ja, nicht ganz. Moritz, der die Veranstaltung in zweifacher Zuständigkeit organisiert hatte, bekannte im Vertrauen: „Man muß die richtigen Leute zusammenbekommen, damit es funktioniert“. Und wie es scheint, waren die 24 gemeldeten Spieler genau richtig. Nicht nur sie, sondern auch gelegentliche Zuschauer, einschließlich Emilie, immer noch mit Abstand der jüngste Pilgrim, genossen den Tag voll und ganz.

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